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NABU - Naturschutzbund Deutschland

Der NABU ist der älteste Umweltverband in Deutschland. Er engagiert sich für Artenvielfalt und den Schutz intakter Lebensräume, für gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und den schonenden Umgang mit endlichen Ressourcen.

Bericht des NABU 2025

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Fliegender Zwergschwan. Foto: Mathias Schäf

An der 15. „Stunde der Wintervögel“ beteiligten sich mehr als 122.000 und an der 21. „Stunde der Gartenvögel“ fast 58.000 Menschen.


Der Hausrotschwanz war unter dem Motto „Mut zur Lücke!“ Vogel des Jahres 2025; bei der Wahl für 2026 setzte sich das Rebhuhn mit 44,5 Prozent der mehr als 184.000 Stimmen als kommender Jahresvogel durch.


Der preisgekrönte NABU-VogelpodcastREINGEZWITSCHERT“ veröffentlichte seit 2023 insgesamt 67 Folgen, die bis Ende 2025 mehr als 660.000-mal gehört wurden.


Das NABU-Vogelbuch stand weiterhin auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.


NABU, Renewables Grid Initiative e. V. und Stromnetzbetreiber setzen ihr gemeinsames Projekt zur Verringerung von Stromtod und Vogelschlag an Energieleitungen fort. Verunglückte Vögel können weiterhin über das NABU-Vogelfundportal gemeldet werden.


NABU und Bundesfachausschuss (BFA) bearbeiteten wieder zahlreiche Anfragen. Die BAG Weißstorchschutz richtete erfolgreich den deutschen Storchentag in Göttingen aus.


International führten NABU und NABU Stiftung International mit Partnerorganisationen Projekte zum Schutz von Vogelarten und Lebensräumen in Europa, Afrika und Asien fort. In Athen fand die erste Konferenz der Kampagne „Vögel als Friedensstifter“ statt, die die Schleiereule als Botschafterin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und einen pestizidärmeren Landbau nutzt.


Am Michael-Otto-Institut im NABU (MOIN) wurden Forschung und Schutzmaßnahmen für Wiesen- und Küstenvögel fortgeführt.


Im vom BfN-geförderten F.R.A.N.Z.-Projekt übernimmt das MOIN weiterhin die ökologische Begleitforschung zu den Wirbeltieren.


Die Ergebnisse des von der Nationalparkstiftung Schleswig-Holstein geförderten Projekts zu bedeutenden Mauserplätzen des Seeregenpfeifers wurden publiziert.


Im nationalen Artenhilfsprogramm Strandbrüter wurden neben der bundesweiten Strandbrüterkartierung Schutzmaßnahmen wie Strandinseln, Beschilderungen, Elektrozäune und kameragestütztes Nestmonitoring umgesetzt und fachlich begleitet. Ein Schwerpunkt lag auf der Erprobung und Evaluation von Gelegeschutzkörben sowie der Erfassung von Schlupf- und Bruterfolg, Prädationsursachen und Störungen; zugleich wurden Betreuungsnetzwerk, Beratung lokaler Akteur:innen und Materialunterstützung für weitere Schutzstandorte erweitert. Am Mauserplatz der Seeregenpfeifer bei St. Peter-Ording wurde die Schutzstrategie angepasst und durch Besucherlenkung sowie internationale Synchronzählungen begleitet. Öffentlichkeitsarbeit, internationale Kooperationen und ein Aktiventreffen für Ehrenamtliche in Rostock unterstützten den Wissenstransfer; eine Senegal-Exkursion diente der Erfassung von Rastlebensräumen und Gefährdungen des Seeregenpfeifers.


Im BBV-Projekt Zwergschwan wurden Telemetrie, Fänge und Monitoring fortgeführt. Daten von 74 besenderten Zwergschwänen lieferten Erkenntnisse zu Zugwegen, Habitat- und Schlafplatzwahl sowie Gefährdungen und unterstrichen die Bedeutung störungsarmer Feuchtgebiete, Gewässer, Grünlandflächen und Schutzgebiete. Bei einer Fangaktion im Dezember wurden 16 Zwergschwäne beringt und beprobt, davon sechs neu besendert; zudem wurden Untersuchungen zu Blei, Schrotresten und Krankheitserregern ausgeweitet. Das bundesweite Monitoring wurde durch 140 zusätzliche Zählgebiete in Niedersachsen, den Ausbau der Datenbank und die Vorbereitung der internationalen Synchronzählung 2026 gestärkt.

Bericht des NABU 2024

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Der Seeregenpfeifer, eine der Zielarten im nAHP-Strandbrüter. Foto: Philip Hunke

NABU-Vogelschutz national/international
Der NABU und die NABU internationale Stiftung setzen mit Fokus auf Europa, Afrika und Asien zahlreiche Projekte zum Schutz von Lebensräumen und Arten um.


Seit 2017 setzen sich NABU, die Renewables Grid Initative e.V. und deutsche Stromnetzbetreiber dafür ein, in einem bundesweit einzigartigen Gemeinschaftsprojekt ein unsichtbares Risiko für Vögel zu entschärfen: Kollisionen mit Stromleitungen und tödliche Stromschläge. Funde von verunglückten Vögeln unter Stromleitungen und Masten können im NABU-Vogelfundportal gemeldet werden. Dieses verfolgt das Ziel, das Stromnetz für Vögel durch Sensibilisierung für die Thematik sicherer zu machen, die Wissensgrundlage zu vergrößern und mehr Transparenz und Austausch zwischen Naturschutz und Netzbetrieb zu schaffen.

Seit 2024 führt das MOIN das nationale Artenhilfsprogramm Strandbrüter zur Stabilisierung und Erholung der stark bedrohten Brutbestände von Seeregenpfeifer, Sandregenpfeifer und Zwergseeschwalbe durch. An Nord- und Ostseeküste werden dafür gezielt Schutzzonen um Brut- und Mauserplätze eingerichtet und durch Öffentlichkeitsarbeit flankiert.

Zudem wurde für acht windkraftsensible Vogelarten ein Maßnahmenkatalog mit praxisorientierten Handlungsempfehlungen erarbeitet.
Im BBV-Projekt Zwergschwan wird ein Schutzkonzept für diese bedrohte Zugvogelart, die als Flaggschiff für pflanzenfressende Rastvögel im nordwesteuropäischen Feuchtgrünland gilt, entwickelt.


Der Wiesenvogelschutz und die Arbeit zu Küstenvögeln haben am MOIN eine lange Tradition. In zahlreichen Projekten werden verschiedene Arten (Brachvogel, Uferschnepfe, Austernfischer, Säbelschnäbler etc.) untersucht. Dies reicht von klassischen Schutzmaßnahmen, Forschungvorhaben zu Schutzmaßnahmen, dem Einsatz von innovativen Methoden, wie der Dauertelemetrie von Küken, bis hin zur Analyse von Aufenthaltsräumen, Überlebenswahrscheinlichkeiten und Todesursachen.


Im Projekt F.R.A.N.Z. übernimmt das MOIN die ökologische Begleitforschung zu den Wirbeltieren. Das Projekt befindet sich in der letzten Phase, so dass weitere Erkenntnisse zur Maßnahmenwirksamkeit für Feldvögel publiziert werden.


Um auf dem Meer die Konflikte des Vogelschutzes beim Ausbau der Offshore-Windenergie zu minimieren, beteiligt sich der NABU an Projekten zur marinen Raumplanung. Sowohl auf nationaler als auch auf EU- Ebene begleitet der NABU darüber hinaus relevante Gesetzgebungsverfahren und weitere Prozesse zum Schutz von Vögeln.


Zum 125-jährigen NABU-Jubiläum lud der NABU-Bundesfachausschuss Ornithologie am 6.12.24 zu einer digitalen Vortragsveranstaltung ein und gab Impulse für wirksamen Vogelschutz. Ebenso lud die AG Kiebitzschutz im Vogel-des-Jahres-Jahr am 16.–17.11.2024 zu einer Tagung ein und diskutierte den aktuellen Stand des Kiebitzschutzes in Deutschland sowie künftige Schutzstrategien.


An den beliebten NABU-Vogelzählaktionen beteiligten sich 2024, zur 14. Stunde der Wintervögel, weit über 130.000, und zur 20. Stunde der Gartenvögel, knapp 59.000 Teilnehmende. Bei der Wahl zum Vogel des Jahres 2025 stimmten 140.000 Teilnehmende mit dem Slogan „Mut zur Lücke!“ für den Hausrotschwanz.


Seit 2023 wurde der beliebte NABU-Vogelpodcast REINGEZWITSCHERT weit über 375.000 mal gehört und erhielt den Deutschen Preis für Onlinekommunikation (dpok) in der Kategorie Digital Publishing. Wohingegen das beliebte NABU-Vogelbuch als Spiegel-Bestseller gelistet wurde.
 

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